Sonntag, 17 Februar 2019
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Notocactus agnetae Van Vliet

Notocactus agnetae spec. (seticeps Köhres)Bedeutung des Namens: Benannt nach Frau Agneta Roggen, ihr Mann war van Vliet behilflich

Beschreibung:

Körper: umgekehrt birnenförmig, 10cm Ø und hoch, grün; Scheitel feinhöckerig, eingesenkt, nur spärlich mit Filz bekleidet, umkränzt mit durcheinander wachsenden Dornen der neuen Areolen, solitär ; Wurzeln verzweigend. Rippen bis zu 30, spiralförmig um den Körper, rund, an der Basis 6 mm breit, getrennt durch 6mm tiefe Längsfurchen, aufgeteilt in Höcker (Kinne) unter der Areole.

Areolen: zwischen den Höckern eingesenkt, gedrückt, 5-6 mm breit und nur 2 mm hoch, bis 9 mm auseinander, im Scheitel bis 1 mm, anfangs bekleidet mit weißem Wollfilz, später verkahlend. Mitteldornen: 4, über Kreuz gestellt, gebogen und durcheinander verflochten, bis 26 mm lang, borstenartig, hellbraun ), Spitze und Fuß etwas dunkler, oft schwer von den Randdornen zu unterscheiden. Randdornen: 18-20, im Kranz, gerade bis gebogen und mit den Mitteldornen verflochten, borstenartig, bis 12 mm lang, weiß bis hellbraun mit etwas dunkleren Spitzen, oft ergänzt durch eine Anzahl kleiner Glasdornen.

Knospen: Die Pflanzen bilden zunächst braune rundliche Knospen, die später rautenförmig werden und dann schon die zitronengelben Blütenblätter zeigen. Blüten: trichterförmig, bis 5cm lang und im Ø, rund um den Scheitel, Blütenblätter breit, lanzettlich, etwas zackig und gespitzt, die Außenseite glänzend hellgelb mit hellrosa bis grünem Mittelstreifen, die Innenseite ebenso; Blütenboden (Receptaculum) trichterförmig; Blütenboden-Innenseite am Kelchrand glänzend gelb, bei den unteren Staubfäden bis rosa und am Fuß des Griffels nach hellpurpurrot bis purpurrot verfärbend; vom Kelchrand bis kurz vor den Griffel mit Staubfäden bekleidet, um den Fuß des Griffels einen Raum bildend (Nektarium?); Blütenbodenaußenseite bekleidet mit purpurroten bis grünen Schuppen, hellbraunen bis gelblichen Borsten und hellbrauner Wolle. Staubblätter: verteilt in zwei Kränzen, die unteren (primären) rund um den Griffel bis 10mm lang, rosa, die oberen (sekundären) bis 6mm lang, gelb; Staubbeutel hell orangegelb, typische agnetae-Narbe mit gelbgerandeten ÄstenGriffel bis 2cm lang, 1mm Ø, zuerst purpurrot, im oberen Drittel in hellgelb übergehend.Narben: 8-9, unten rosa, sonst rot mit ringsherum gelbem Rand und mit den äußersten Staubblättern auf gleicher Höhe. Fruchtknoten: oval-rund, 9 mm lang und 6 mm Ø, bekleidet mit grünen Schuppen, vielen steifen, stechenden hellbraunen bis gelblichen Borsten und hellbrauner bis weißer Wolle; Samenanlagen an den Samenträgern nach innen gerichtet. Die Pflanzen sind selbstfertil und öffnen ihre Blüten noch vor dem Höchststand der Sonne.

Früchte: beerenartig, dünnwandig, später vertrocknend, an der Basis horizontal öffnend (aufplatzend), dunkelfarbig, Inhalt ± 100 Samen. Samen: helmförmig, 0,9 mm lang und 0,8 mm Ø; Hilum fast flach, schmutzigweiß, scharf in die Testa übergehend, rund um die Micropyle zu einem Wärzchen (Caruncula) erhebend, ablaufend zu dem schwer wahrnehmbaren Funiculus; Testa bekleidet mit tiefschwarzen glänzenden ovalen Höckerchen, getrennt durch schwarze Furchen.

Heimat: Wächst an steilen Abhängen fast orgelpfeifenförmig im Dept. Lavalleja, Uruguay, Feldnummer DV 8


Literatur:

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