Notocactus brederooianus PR 81Bedeutung des Namens:  benannt nach A. Brederoo, Mitarbeiter von A. Buining

Erstbeschreibung:

Prestle, Karl-Heinz (1985): Notocactus brederooianus - Succulenta 64 (3): 84 - 87.

Beschreibung:

Körper einfach, kugelförmig bis birnenförmig, 7 bis 10 cm hoch und 6 bis 8 cm im Ø, grün. Das Wurzelsystem hat eine Faserstruktur (Oberflächenwurzeln). Der Körper ist sehr dicht bedeckt mit einer Bedornung aus milchweißen Randdornen und rotbraunen Mitteldornen, wodurch die Pflanze ein scopa-ahnliches Aussehen hat. Der Scheitel ist flach; der Wachstumspunkt ist ungefähr 0,5 cm eingesenkt und bedeckt mit langen, weichen, nicht stechenden, dunkelbraunen Dornen. Rippen 20 bis 22, etwas gedreht, 0,9 bis 1,0 cm breit und 0,2 bis 0,7cm hoch, zwischen den Areolen leicht kinnförmig erhöht.

Areolen rund, ungefähr 1,5 mm Ø, braun, im Neutrieb mit viel weißer Areolenwolle, wodurch die Areole ungefähr 3mm groß aussieht. Nach einigen Jahren verkahlend. Bei einer normal wachsenden Pflanze soll der oberste zwei Drittel Teil der Areolen viel Areolenwolle besitzen. Der gegenseitige Abstand der Areolen auf der Rippe beträgt 3 mm.

Dornen: alle Dornen sind weich, biegsam und nicht stechend. Randdornen 35 bis 40, strahlenförmig, variierend in der Länge von 5 bis 10 mm, milchweiß. Mitteldornen 6, sehr biegsam, vom Körper abstehend, dunkel rotbraun; davon sehr auffällig, gebogen oder gekrümmt, 13 bis 18 mm lang, die anderen Mitteldornen sind 10 bis 12 mm lang und etwas heller in der Farbe. Auf dem Scheitel decken die Mitteldornen den Wachstumspunkt ab.

Knospen entspringen an der Seite des Scheitels, ungefähr 1,5 cm lang und 1cm breit, etwas spitz zulaufend, mit graubrauner Wolle und einigen braunen Haarborsten.

Blüten trichterförmig, 6 bis 7cm Ø und ebenso hoch, hellgelb, metallisch Blüte des Notocactus brederooianusglänzend, geruchlos. Sie sind mehrere Tage hintereinander offen, sind aber des Nachts geschlossen. Receptaculum und Pericarpellum grün, bedeckt mit grauer Wolle und einigen langen braunen Haarborsten, Die Receptaculumwand ist an der Innenseite rötlich, nach oben hin geht sie ins gelbliche über. Staubfäden 12 mm lang, gelb. Die untersten mit einem schwach rötlichem Fuß. Die Staubgefäße sind bis 12 mm hoch in die Receptaculumwand implantiert und reichen bis auf die Höhe der Narbe. Staubbeutel kräftig, ockergelb und sehr reich an Blütenstaub. Griffel kräftig, 25 mm lang und 1mm Ø, vollkommen rot. Narbe kräftig, aufrecht stehend, mit 10 purpurroten Narbenlappen von je 5 mm Länge. Blütenblätter breit lanzettförmig, 45 mm lang und 7 mm breit, hellgelb, metallisch glänzend, die äußeren Blütenblätter kleiner und an der Außenseite mit einem grünlichen Mittelstreifen. Samenkammer 12mm lang und 5mm breit.

Früchte eiförmig, gelblichgrün, 12 mm lang und 7 mm breit, bedeckt mit hellgrauer Wolle und einzelnen braunen Haarborsten, Fruchtfleisch weiß. Die Blütenreste sitzen sehr fest an der Frucht. Die Frucht platzt vertikal auf und trocknet langsam aus. Die Samen kleben an der Frucht fest und kommen erst frei, wenn die Frucht zerfällt.

Samen mützenförmig, schwarz, ungefähr 1mm lang und 0,8mm breit.

Fundort: Cerro Partido, Dept. Lavalleja, Uruguay.

Holotypus Feldnummer PR 81 hinterlegt im Herbarium der Reichsuniversität von Utrecht.


Literatur:
  • PRESTLÉ, Karl-Heinz (1996): Notocactus brederooianus Prestlé und sein dunkler Begleiter N. obscurus nom. prov. - In: INTERNOTO 17 (2): 66-69

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