benannt nach dem deutschen Botaniker Karl Moritz Schumann *1851 - 1904

Erstbeschreibung:

Echinocactus schumannianus Nicolai 1883 - Monatszeitschrift für Kakteenkunde 3 S. 175.

Literatur:

Fric, A.V. (1928): N. schumannianus - Cacti the coming fashion, Praha.
Gerloff, N. & Neduchal, J.: Taxonomische Neubearbeitung der Gattung Notocactus Frankfurt 2004

Beschreibung:

Körper: säulig bis 2m lang und 30 cm Ø, alte Exemplare können an der Basis sprossen; mit Faserwurzeln; Rippen bis 45 und mehr, 1 cm voneinander entfernt, 1 cm hoch, an der Basis 1 cm breit, über den Areolen etwas erhöht.
Areolen: im Scheitel stark wollig, später verkahlend, im Scheitel 6 mm Ø, 1 cm voneinander entfernt;
Dornen insgesamt 8, brüchig, dünn, etwas abstehend, braun bis goldgelb, später graubraun; Randdornen paarig, wobei ein Paar nach unten weist, ca. 1 cm lang; Mitteldornen 3 (selten 4), dünn, zerbrechlich, die oberen 2 abstehend, ca. 1 cm lang, der untere 3 cm lang, nach unten weisend. Die älteren Areolen verkahlen schnell, verlieren die Dornen.Foto HenßenBlüten: geschlossen 3,5 cm lang, bis 5 cm Ø, bekleidet mit weißer Wolle, die sich nach oben braun färbt, oben einzelne braune borstenförmige Haare, glocken- bis schüsselförmig, Nektarrinne bis 1,5 mm lang, 0,25 mm breit;  Staubblätter in 2 Gruppen, die primären am Fuß des Griffels inseriert und aufrecht stehend, die sekundären aus der Wand der Blütenröhre entspringend, mit den Staubbeuteln nach innen gebogen, orange, alle 1 cm lang und 1,5 mm dick; Narben 12, 7 mm lang, gespreizt, weiß; Blütenblätter goldgelb, spatelförmig, 2 cm lang, unten 2 mm breit, an der breitesten Stelle 7 - 8 mm.
Frucht: kugelig mit einer nicht ganz austrocknenden Schicht, hart, glänzend braun, dicht bekleidet mit weißen, seidenartigen Haaren und rotbraunen Borsten, plattrund, ca. 15 mm dick und 12,5 mm hoch, trocknend und an der basis aufreißend, die trocknen Blütenreste verbleiben an der Frucht. Samen: ca. 1,0 - 1,2 mm auf 0,8 mm, mützenförmig; Testa kastanienbraun, glänzend, fast glatt, Höckerchen sehr flach.

Heimat: Zum Ursprung der ersten Pflanzen von N. schumannianus sind keine genaue Angaben gefunden worden. Spätere Funde stammen zwischen Carepe-gua und Aca-ay, Paraguay und in Missiones, Argentinien.


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