claviceps bedeutet keulenförmiger Kopf (Pflanzenkörper)

Erstbeschreibung:

Ritter, Friedrich (1966): Eriocactus claviceps - Succulenta 45 (8) Seite 115-116.

Literatur:

Krainz, Hans (1967): Katalog der Städtischen Sukkulenten-Sammlung, Zürich, 2. Auflage: 89.
Gerloff N. & Neduchal J.: Taxonomische Neubearbeitung der Gattung Notocactus Frankfurt 2004

Beschreibung:

Körper bis 50 cm hoch, in Ausnahmefällen bis 1m, in der Natur an steilen Wänden wie dickliche (auch über 15 cm im Ø) Pfeifen hängend. Mit weniger Rippen als Notocactus schumannianus , selten über 25, im Querschnitt dreieckig, 8-15 mm hoch, durch tiefe Furchen voneinander getrennt, mit ziemlich dünnen, höchstens 1 mm hohen Höckern.
Areolen: 1-2 mm Ø, weißwollig, an der Unterseite der Höcker, 3-8 mm voneinander entfernt, rund.
Dornen
dünner auf dichter beieinander liegenden Areolen als bei N. schumannianus, die nicht durch ausgeprägte Höcker voneinander getrennt sind. Mitteldornen: 1-3, fein, dünn, stechen nicht und sind biegsam, hellgelb, bis 4 cm lang; Randdornen: 5-8, seitwärts gerichtet, zuweilen etwas gebogen, bis 4 cm lang, die untersten bis 5 cm lang, gelblich braun bis braun.
Blüten:
mächtiger und robuster als bei N. schumannianus, nahe den Scheitel, bis 6 cm breit und 5 cm lang, 22 mm lang, 13-15 mm breit, oben gerundet, blass schwefelgelb, Perikarpell gelb, 12 mm lang, oben bis 15 mm breit, in dichte gelblichweiße Wolle gehüllt, mit sehr schmalen, rötlichen Schuppen, deren Achseln ein ca. 1 cm langes, goldgelbes Haar tragen, Receptaculum trichterförmig, bis 20 mm lang, oben 25 mm breit, blass schwefelgelb, in dichte braune, unten weiße Wolle gehüllt, Schuppen und Haare, wie das Perikarpell, Staubblätter 10-22 mm lang, blaß schwefelgelb, Staubbeutel: sehr klein, dunkelgelb, Griffel; 25 mm lang, Narben: 12 etwas abstehende, 7 mm lange Narbenlappen, etwas tiefer gelb, als die Blütenblätter, die Staubblätter überragend. Frucht: kugelförmig, wie das Perikarpell bekleidet, vertrocknend, am Grunde weit aufspringend.
Samen: schwarz, 1 mm lang und 0, 6 mm dick.
Vorkommen: in steilen Felswänden des Rio Jacui und des Rio Jaguarizinho.
Typstandort: Rio Grande do Sul, Brasilien.


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