Translate

Czech Dutch English French Hungarian Portuguese Spanish
Top Panel
Sonntag, 09 Dezember 2018
A+ R A-

Notocactus gutierrezii Abraham 1988

entdeckt von Antonio Gutierrez, ehemaliger Bürgermeister von Macambara

Erstbeschreibung:

Abraham, Wolf-Rainer (1988): KuaS 39 (7): 150 - 154.

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Abraham, W-R: Die Fertilitätsverhältnisse einer Art sind ökologisch bedeutend ..., INTERNOTO 1/2015 S. 3ff

Beschreibung:

Körper: in der Jugend kugelig, im Alter etwas säulig werdend, 6 - 8 cm im Ø, bis 14 cm hoch, einzeln, grün bis bläulich grün, nicht glänzend, Scheitel eingesenkt, verdeckt durch die Dornen der jungen Areolen; Rippen 22 - 24, gerade, manchmal leicht gedreht, 5 mm hoch; Höcker klein, kinnförmig.Foto NGerloff

Areolen:rund zuerst stark weißfilzig, der Filz verliert sich nur langsam, 5 mm Ø, 5 - 6 mm von einander entfernt; Randdornen 12 - 16, meist 14, bis 10 mm lang, die längsten zur Seite und nach unten stehend, gerade, dünn, rund, einige Nebendornen möglich, alle weiß bis elfenbeinfarben.

Blüten: scheitelnah, bis 4 cm lang, 5 cm Ø, am Rand kräftig rosa, zum Schlund hin heller; äußere Blütenblätter bis 22 mm lang und 4 mm breit, spatelförmig bis gespitzt; Blattrand wellig, zur Mitte hin intensiver rosa gefärbt, innere 25 mm lang und 6 mm breit, die inneren sind an der Basis verwachsen und bilden die Receptaculumwand. Dieser Teil ist dunkelrosa, fast rot; Röhre 14 mm Ø, 5 mm llang, mit grünlich gespitzten Schuppen; in den Achseln graubraune Haare und 1 - 2 hellbraune, bis 12 mm lange Borsten; Fruchthöhle 3 mm Ø, 6 mm hoch, weiß, an der Decke ein roter Fleck;Griffel ca. 15 mm lang, cremefarben, 1 mm dick; Narbenäste 9 - 12, bis 2,5 mm lang, schmutzig cremefarben, etwas rosa an den Enden; Staubblätter 70 - 100, 5 - 10 mm lang, stehen als enger Ring um den griffel, dazwischen eine 1 mm tiefe Nektarrinne; blüht nachmittags, ist selbststeril.

Frucht: fast 3 cm lang, 8 mm Ø, grün nach unten mehr grünlich-gelb, locker besetzt mit hellen Watteflocken, sie verlängert sich kurz vor der Reife durch starkes Strecken des Pericarpels, im oberen Drittel sitzen 200 - 300 Samen. Die Frucht zerfällt an der Basis und reißt längst auf, wobei die Samen herausfallen.

Samen: 0,9 mm lang und breit, matt braun, glockenförmig. Die äußeren Testazelen sind halbkugelförmig aufgewölbt, rund, bedeckt mit bräunlicher Arillushaut; die Antiklinagrenzen sind versenkt; die Höcker werden zum Hilum hin kleiner.HMB basal etwas birnenförmig, hellocker, Micropyle etwas erhöht. Das Embryo ist kugelförmig, die Kotyledonen sind aufgrund einer flachenEinsenkung gut erkennbar, Perisperm fehlt.

Typstandort: Gemeinde Uruguaiana, Brasilien in 200 m Höhe. Die Pflanzen wachsen in voller Sonne in Spalten von Flachfelsen. Der ph-Wert wurde mit 5,3 bestimt. Feldnummern: WRA 253, FS 360, AG 18.
In der Natur inzwischen ausgerottet.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

 Anmeldung

Angemeldet bleiben