Erstbeschreibung:

Daeniker & Krainz, Hans: Sukkulentenkunde(Hrsgb.) 1948: 2: 19.

Beschreibung:

Körper: matt blaugrüne Epidermis, einzeln, zunächst kugelig, dann säulenförmig, 40-55 mm breit und 100-150 mm hoch, Scheitel eingesenkt, Wurzeln faserig.Notocactus rutilans
Rippen:18-24, mehr oder weniger spiralig verlaufend, 5-7 mm breit, durch scharfe Längsfurchen voneinander getrennt und durch kleine, kinnförmig hervorgezogene Höcker gegliedert.
Areolen: längsrundlich, 3-5 mm Durchmesser, 6-7 mm voneinander entfernt, anfangs stark weißwollig, nach einigen Jahren verkahlend.
Dornen: Randdornen 14-16, gerade, strahlig nach allen Seiten gerichtet, hart und stechend, die nach oben am schwächsten, die zu den Seiten am kräftigsten und längsten, 2-5 mm lang, an der Basis weißlich oder gelblich, zur Spitze hin dunkler, ockerbraun bis braunrot, im Alter verblassend, Mitteldornen 2, übereinander stehend, der untere länger als der obere, 5-12 mm lang, stark stechend, hart, leuchtend braunviolett, gerade oder nur wenig nach unten gebogen, der obere dünner und kürzer, 3-7 mm lang, in der Färbung kaum von den Randdornen zu unterscheiden.

Blüten: scheitelnah, oft zu mehreren erscheinend, 3-4 cm hoch und bis 6 cm breit, glockenförmig, erst am Nachmittag öffnend, Perikarpell stark weißwollig mit rotbraunen, bis 5 mm langen feinen Borsten aus den Schuppenachseln, äußere Blütenhüllblätter violettkarmin mit dunklem Mittelstreifen, innere gegen die Spitze rosakarmin, gegen den Schlund dottergelb und inneren Schlund gelblichweiß, Griffe l kräftig, 12 mm lang, 7 Narbenlappen, dunkel purpurfarben, Staubgefäße und Staubfäden dottergelb, als feiner Ring um den Griffel nur 3-4 mm hoch in die Röhrenwand inseriert, die längsten erreichen den Fuß der Narbe, Ovarium 5 mm hoch und 3-4 mm breit.

Frucht: auf ca. 15 mm Länge auswachsend, erst fleischig, weich und grün, dann grau und trocknend, 90 bis 160 Samen
enthaltend.
Samen: mützenförmig, matt braun, 0,9 mm lang, breit und hoch, Testazellen fein gepunktet, HMB rundlich, etwas schief,
cremefarben.

Heimat: auf sehr steinigem Untergrund.
Typstandort: Departamento Cerro Largo, Uruguay, an der brasilianischen Grenze.

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