Der Name bezieht sich auf die große Blüte

Erstbeschreibung:

Schlosser, H. & Brederoo, N. (1981): KuaS 32 (7): 154 - 157.

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: 6 - 8 cm Ø, graugrün, flachrund; 4,5 cm hoch, im Schatten wachsende Exemplare bis 7 cm hoch, stets einzeln; Scheitel wenig eingesenkt, von den langen Mitteldornen leicht überdeckt.
Rippen meist 20, stumpf, in 4 - 5 mm hohe Höcker aufgelöst, an der Basis 9 mm breit, nach oben schmäler werdend, mitunter etwas spiralig.

Areolen: rund, 5 mm Ø, jung rötlich mit etwas Filz, bald grau werdend; Entfernung von einander bei jüngeren 10 mm, bei älteren 5 mm, in den Vertiefungen zwischen den Höckern.Foto Henßen

Randdornen 10 - 14, selten 18, verschieden lang, bis 12 mm, die kürzesten 2 mm, nach oben gerichtet, mehr oder weniger gebogen, biegsam, nach oben strahlend um die Areole, überkreuzen sich stark mit denen der Nachbarareolen.

Mitteldornen 4, 17 - 21 mm lang, überkreuz, einer nach oben und einer nach unten gerichtet, bei jungen Areolen abstehend, später anliegend, der untere manchmal leicht gebogen. Alle Dornen sind dünn, hart, fest und rund aber nicht stechend; jung deutlich gelb mit braunschwarzer Spitze, aber später vergrauend.

Blüten: bis 9 cm Ø, 6 cm lang, glockenförmig, hellgelb; außen grünlich, besetzt mit kleinen fleischigen, bis zu 0,5 mm langen Schuppen in deren Achseln sich 1 - 3 dunkelbraune mehr oder weniger gebogene, 2 - 6 mm lange Borsten und weißliche Haare befinden; Receptakulum 7 mm lang, ca. 17 mm breit, besetzt mit 3,5 - 7 mm langen und 1 - 2 mm breiten, fleischigen Schuppen, die eine hellrosa Spitze haben und in deren Achseln sich bis 15 mm lange, dunkelbraune, leicht gebogene Borsten und weißliche Haare befinden; die äußeren Blütenblätter sind spatelförmig, etwa 40 mm lang und 9 mm breit, gelb, am Fuß etwas fleischig, sie haben einen roten Mittelstreifen, der Blattrand ist wenig gewellt, der Mittelstreifen endet in einem kleinen braunen Dörnchen, Blattspitzen unregelmäßig abgerundet, leicht geschlitzt, die inneren spatelförmig, ~ 30 mm lang, 9 mm breit, hellgelb, Blattrand fein gezähnelt; Fruchtknoten 14 mm lang, eiförmig; Samenanlagen zu dritt an der Wand; Nektarrinne schlitzförmig, rot; Nektardrüsen am Fuß des Stempels; primäre Staubblätter in 5 - 7 Kränzen, am Fuße seitlich miteinander verwachsen, 9 mm lang, cremefarben; Staubbeutel 1 mm lang, gelb; sekundäre Staubgefäße in 5 Kränzen, 9 mm lang, cremefarben; Griffel heller, am Fuß ins Rot übergehend, 14 mm lang, 1,8 mm Ø, blutrot, Narbenäste 12, 4 mm lang, aufrecht, 6 mm Ø;
 

Frucht: 42 mm lang (mit Blütenrest), 12 mm breit, weißlich befilzt, mit Schuppen besetzt, dunkelbraune, 15 mm lange Borsten und graubraune Haare aus den Achseln, hellgrün; kippt schließlich um, reißt von unten her auf.

Samen: 200 - 300, helmförmig, mattschwarz, 1,1 - 1,3 mm lang, 0,9 - 1 mm Ø; Testa mit rund bis eiförmig gewölbte Höckerchen, am Hilumrand kleiner; Hilum basal, spitz, eiförmig; Hilumgewebe weißlich grau, Wand wulstig, schließt Micropyle und Nabel ein; Micropyle etwas erhöht.

Typusstandort: 70 km östlich von Montevideo.
Bemerkung: Die Pflanze ähnelt in der Natur dem Notocactus mammulosus, wächst jedoch nicht wie dieser in der Vollsonne sondern unter Büschen.


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