Erstbeschreibung:

Link, H. F. & Otto, F. (1827): Echinocactus sellowii Link & Otto – Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gartenbaus in den königlich Preußischen Staaten, Band 3, Berlin: 425
Synonym: N. tephracanthus (Link & Otto 1828) Krainz 1966

Literatur:

Theunissen, Josef (1981): Notocactus sellowii (Link & Otto) Theunissen – Succulenta 60 (6): 140-142
Gerloff, Norbert (1993): Die Malacocarpen in Rio Grande do Sul (2) – Versuch einer Reduzierung der Arten – INTERNOTO 14 (12): 71-80.

Beschreibung:Notocactus sellowii

Körper: solitär,tonnenförmig, hell- blaugrün, glänzend, 20 cm hoch und ebenso breit werdend, der Scheitel stark abgeflacht, Scheitel eingesenkt, im Blühalter bedeckt mit viel Wolle ( Pseudocephalium),

Rippen: in der Jugend etwa 13, im Alter weitere einschiebend und dann bis zu 27, fast senkrecht, nur bei alten Pflanzen an den Areolen verdickt, Furchen eng, scharf. Areolen: kreisförmig, versenkt, die jüngeren mit Filz bedeckt, die
alten kahl, 20-25 mm entfernt.

Dornen: mehr oder weniger starr, hornfarben, stechend, strahlenförmig ausgebreitet, die drei unteren die längsten, 2-4 kleinere nach oben gerichtet, die längsten 10-15 mm lang, die kleinen 4-8 mm, der Mitteldorn fehlt meistens.

Blüten: ungestielt, an der Basis in die Wolle des Pseudocephaliums eingesenkt, 4 cm hoch, bis 5 cm breit, Blütenröhre etwa 15 mm lang, hellgrün, mit viel Wolle bekleidet, die oben braun gefärbt ist und nach unten heller wird, Deckblätter winzig, spitz, mit einem kleinen Haarbüschel weißer Wolle in den Axillen und mit 2-5 dunkelbraunen Borsten, etwa 1 cm lang, die Petalen sind von schwefelgelber Farbe mit rotem Schlund, stehen in zwei Reihen, etwa 20 mm lang und 6 mm breit, länglich lanzettförmig, verengt in der unteren Hälfte und am oberen Ende undeutlich gefranst oder fast irregulär gezähnt, Staubblätter kürzer als die Blütenhülle, Staubgefäße kurz, sitzend einige am Boden des Perigoniums um den Griffel herum, andere in Reihen gestuft an der Wand, Blütenboden rot, Griffel etwa 20 mm lang, blassgelb, etwas höher als die Staubblätter, 8-10 Narbenlappen , purpurn.

Frucht: nach der Blüte im Pseudocephalium verborgen, erscheint erst 3-4 Monate nach der Blüte innerhalb von 1-2 Tagen aus dem Filz, der sie umgibt, zylindrisch, 15-20 mm lang, 5-8 mm breit, hellrosa bis karminrot, gekrönt durch das verwelkte Perigonium, der obere Teil ist bei der vollständigen Reife nicht mehr fleischig, trocknet ein und zerreißt, wobei die Samen austreten, schwarz, 0,7 mm lang, 0,5 bis 0,8 mm breit, mützenförmig, fein geriffelt.

Vorkommen: in Felsspalten auf Flachfelsen, schattiert durch Büsche oder Felsen.

Typstandort: Uruguay und im südlichen Teil von Rio Grande do Sul, Brasilien.

Bemerkung: Alle Pflanzen, die noch unter dem Namen N. tephracanthus laufen, gehören zu N. sellowii.


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