ferrugineus bedeutet: dunkel-, rostfarbig, rotbraun und bezieht sich auf die Dornenfarbe

Erstbeschreibung:

Schlosser, Hugo (1982): INTERNOTO 3 (2): 23 - 26.

Literatur:

Gerloff N. & Neduchal J.: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Abraham, Wolf-Rainer: Die Fertilitätsverhältnisse einer Art sind ökologisch bedeutend - Korrekturen zu einigen Umkombinationen von Notokakteen, INTERNOTO, 1/2015 S. 3ff

Beschreibung:Foto Henßen

Körper: solitär, frischgrün, etwas birnenförmig; 21 Rippen, diese etwas gehöckert, Areolen in den Gruben, weißfilzig, bis 50 mm im Durchmesser.
Dornen: von rot über gelblich bis zu weiß, rund und dünn; 3 - 4 Mitteldornen, 7 - 12 mm lang, rot- bis rostbraun später vergrauend, nicht stechend, dünn 1 cm lang; 8 - 14 Randdornen, die oberen am kürzesten, die seitlichen berühren die Randdornen der Nachbarrippe, Mitteldornen 3 - 4, kaum größer in gleicher Farbe.

Knospen: dunkelbraun befilzt mit langen schwarzen Borsten.
Blüten: 5 cm lang und 5,5 cm breit. Petalen lanzettlich, gelb, außen die äußersten etwas rötlich; Blütenröhre konisch, bis 14 mm breit, gelbgrün, mit dunkelbrauner Wolle besetzt und 10 mm langen Borsten. Nektarrinne eng; Staubfäden und Staubbeutel gelb, in die Röhrenwand inseriert, Staubblätter sind reizbar, 9 Narbenäste.

Frucht: dunkelgrüne eiförmige Beere mit Filz und Borsten, bei der Reife an der Basis weich werdend. Die Art ist selbstfertil.

Samen: mattschwarz, länger als breit, mit einer Einschnürung zum HM-Bereich, dieser ist gelblich.

Typstandort: Tacuarembo S 211, PR 101, WRA 136. Schatten liebend.

Bemerkungen: N. Gerloff fand auf seiner 12. Brasilienreise 2002 am Originalstandort  Pflanzen, die weitaus heller bedornt waren, als die man bisher in den Sammlungen kultivierte. Die Forma ferrugineus ist weit verbreitet bis in die Nähe von Tacuarembo.

 


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