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Dienstag, 18 Dezember 2018
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Notocactus tabularis (Cels ex Rümple) Berger ex Backeberg

Notocactus tabularis WRA 314

Bedeutung des Namens: tabula (lat.) = Tafel; tischförmig, flach

Erstbeschreibung:

Cels ex Ruempler, T. (1886): Echinocactus concinnus var. tabularis - in: Förster, C. F. (1886): Handbuch der Kakteenkunde, 2. Auflage, Leipzig 552

Literatur:

Berger, Alvin (1929): Kakteen, Stuttgart: 211.

Beschreibung:

Körper: flachkugelig, später etwas höher, blass- bis blaugrün, bis zu 8 cm breit und 15 cm hoch, Scheitel eingesenkt, von dichtgestellten, weißen Dornen  geschlossen und von braunen Dornen überragt. Rippen: 16 - 22, niedrig, in stumpfe Höcker eingeteilt, etwa 4mm breit und etwa 1cm voneinander entfernt; die Höcker bilden seichte, oben scharf zulaufende, etwas geschlängelte Buchten.

Areolen: 4 - 5mm voneinander entfernt, mit weißer Wolle bedeckt, später kahl. Randdornen: 16-18, wasserhell, fein nadelförmig, strahlig verteilt, 1cm lang. Mitteldornen: 1-4, wenn 4, dann im Kreuz gestellt, 1,2 bis 2 cm lang, dünn, stechend, etwas gebogen, kastanienbraun bis fuchsrot, die anderen kürzer, weiß mit brauner Spitze.

Notocactus tabularis DV 10 KnospenKnospen: beige bewollt, grauhaarig. Blüte: am Scheitel, 6 cm lang, Schuppenachseln weißwollig, mit braunen Borsten, Blütenröhre am Grunde karminrot, äußere Hüllblätter lineal, stachelspitzig, kanariengelb mit grünem bis bräunlichem Mittelstreifen. Staubblätter 1cm lang, Staubfäden am Grunde karminrot, nach oben zu gelb;  Griffel 1,5 cm lang, karminrot bis weißlich gelb, Narbenäste 9 - 12;

Frucht: fleischig, länglich, etwa 1cm lang, mit vielen wolligen und borstigen Areolen und anhaftendem Blütenrest.


Standorte:

Notocactus tabularis wurde bislang nur in einem eng begrenzten Areal an der Südküste Uruguays nahe Maldonado gefunden:

  • Cerro San Antonio: DV 10, Gf 735, Gf 1214 
  • Pan de Azucar: Gf 1234
  • Piriapolis: FS 156, HU 292, MM 452, WRA 3
  • Punta Ballena: DV 10/a, FS 662, Gf 1222, KH 444, LB 1739, LB 2531, WRA 12, WRA 314
  • Sierra de las Animas: DV 10/4

Literatur:
Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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