megapotamicus bedeutet: am großen Fluss wachsend, Rio Grande do Sul

Erstbeschreibung:

Herter, G. (1942): Revista Sudamerikana Botanica 7: 73 - 74.

Literatur:

Osten, C. (1941): Notas sobre Cactaceas: 72 - 73.
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: kugelig, später länglich werdend, bis 10 cm im Ø, an der Basis sprossend und Ausläufer treibend (proliferiert), saftig grün; Rippen 12 - 16, undeutlich gehöckert, senkrecht verlaufend.Foto NGerloff

Areolen: anfangs wollig, bis über 1 cm entfernt; Randdornen bis ca. 13, ca. 15 mm lang, anliegend , seitlich verflochten, gelblich rötlich oder anfangs dunkler; Mitteldornen 3 - 4, bis über 13 mm lang, anfangs schwarzbraun; alle Dornen dick, borstig, etwas gewunden und gebogen, später vergrauend und verkahlend.

Blüten: bis 3 cm lang und bis 4 cm breit, seidig schwefelgelb; Narben blass rosa.

Typstandort: eine sehr variable Art, in Uruguay und benachbartem Rio Grande do Sul weit verbreitet, Cacapava, Quevedos, Santiago, Cunapiru, Rivera und Acegua.

Bemerkung: laut Hugo Schlosser steht N. megapotamicus steiniger und sonniger als N. linkii. Seine Dornen sind meistens gelblich, nicht braun wie bei N. linkki. N. megapotamicus wird nur 9 cm breit, während N. linkii das Doppelte erreichen kann. Ritters Varietät vulgatus entspricht den Merkmalen des Typus.

 

Neuere Feldforschungen zeigten, dass mit Notocactus megapotamicus wahrscheinlich eine Doppelbeschreibung von Notocactus likii erfolgt ist. Die Pflanze streut stark in ihren Merkmalen selbst an ein und dem selben Standort, so dass ein Auseinanderhalten der Arten manchmal nicht mit Sicherheit erfolgen kann.

Eine offizielle Bestätigung dieses Ergebnisses steht aber noch aus. 


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