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Donnerstag, 20 September 2018
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Notocactus rauschii var. fuscus (RITTER 1979) N. Gerloff & J. Neduchal 2004

fuscus bezeichnet hier die Dornenfarbe: dunkel, schwärzlich, rotbraun

Erstbeschreibung:Foto N. Gerloff vom Standort

Ritter, Friedrich: Kakteen in Südamerika Band 1: 178-179. 1979

Literatur:

Gemmrich, W. & Gerloff, N.: Notocactus fuscus: INTERNOTO 23 (1/2) 2002: 3 ff.
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: einzeln, grasgrün, kugelig, im Alter säulig werdend, mit Faserwurzeln, ohne unterirdische Sproßknöllchen, blühfähig ab 4 cm Ø, 10 - 12 cm breit, bis 18 cm hoch, vertiefter weißwolliger Scheitel, ganz von Dornen überdeckt.
Rippen: 18-26, 3-6 mm hoch, 5-11 mm breit, Kerben um ein Drittel der Rippenhöhe eingesenkt, mit runden Buckeln dazwischen, Trennfurchen der Rippen annähernd gerade nach unten verlaufend.
Areolen: 2-4 mm groß, oberhalb der Buckel mit reichlich Wolle sitzend, nach wenigen Jahren verkahlend, freier Abstand 3-6 mm.
Dornen: Randdornen 12-17, nadelförmig, nahezu gerade bis leicht gebogen, etwas seitlich gerichtet, blass gelblich oder schmutzig weiß, 5-14 mm lang, die seitlichen am längsten; Mitteldornen: in vielen Farbtönen vorkommend, von schwarzbraun, violettgrau, rotbraun bis weißlichgrau, stets ein etwas dunkler Fuß, etwas stärker als die Seitendornen, 2 übereinander oder 4 im Kreuz stehende noch kräftiger und länger, 10-35 mm lang.

Blüten: scheitelnah, geruchlos, weit trichterförmig geöffnet, 26-30 mm lang, 28-39 mm breit, mittags geöffnet, Perikarpell kugelig, 5 mm lang, bedeckt mit dichter grauer Watte, die Schuppen sehr spitz und schmal, gelblich bis braunrot, 1,5 mm lang, wenig Borsten sichtbar, oder diese glasig hell und kurz, Nektarrinne flach, 0,5 mm hoch, mit wenig Nektar, blass orangegelb, Röhre um 10 mm lang, oben bis 11 mm breit, trichterförmig, innen blass goldgelb, außen bräunlichgelb, nach oben rotbraun, bedeckt mit dichter brauner Watte und bis 2 mm langen Schuppen, diese oben rotbraun gespitzt, aus den Achseln der oberen Schuppen braune Borsten ragend, bis 3 mm lang.
Staubfäden: dotterblumengelb, 7-11 mm lang, bis dicht unter den Saum in die Röhrenwand inseriert; Staubbeutel: blassgelb; Griffel: hell schwefelgelb, 18 mm lang; Narbe: mit 0,8 bis 1,5 mm langen rötlich - purnen bis hell rosa Narbenlappen; Blütenblätter: umgekehrt lanzettförmig, hellschwefelgelb, glänzend, 15-23 mm lang, bis 4 mm breit, die äußeren noch schmaler, etwas kürzer, außen teilweise mit rötlichem Mittelstreifen.

Frucht: bei der Reife zu einem fleischigen Schlauch auswachsend, 18-25 mm lang, bis 10 mm dick, an der Basis dünner, Färbung je nach Reife olivgrün bis blassrot, Basis vertrocknend.
Samen: randständig, im oberen Teil der Frucht sitzend, 70-90(-200) Samen in einer Frucht, 0,8 mm lang, 1 mm breit, 0,9 mm dick, glockenförmig (Testarand zum Hilum-Mikropylar-Bereich verbreitert), Testa schwarz, matt, fein gehöckert, Dorsal- und Ventralseite kaum unterschiedlich, H-M-B basal, rund, nicht vorgewölbt, cremefarben, Mikropyle zentral, kaum erhaben. Die Pflanzen sind selbststeril.
Heimat: immer auf waagerechten Sandsteinplatten.

Typstandort: zwischen Sao Francisco de Assis, Alegrete und Macaramba, Rio Grande do Sul, Brasilien. Er wächst auf steinigen Flächen innerhalb eines von Sträuchern bedeckten Graslandes.

Bemerkung: Der Tagesrhythmus der Blütenöffnung und die Insertion weisen auf die UG Gymnocephalus hin, die Frucht und der Samen dagegen die Verwandtschaft zur UG Neonotocactus.

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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