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Donnerstag, 15 November 2018
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Notocactus graessneri var. albisetus fa. fortalezensis Prestlé 1980

fortalezensis = aus Fortaleza

Literatur:

Prestlé, Karl - Heinz: INTERNOTO, 1980/1+2.

Erstbeschreibung:Foto N Gerloff

Körper: einzeln, flachkugelig, oxydgrün, 6-8 cm hoch, 8-12 cm Ø. Scheitel stark bewollt, meistens schräg abgeflacht. Scheitelpunkt vertieft, 0,8-1,2 cm tief, Faserwurzeln bis 30 cm lang. Rippen 48-56, nur 5-6 mm breit und 3 mm hoch, rundlich in Höckern aufgeteilt. Dornen: Randdornen keine! Die für die Varietät albiseta angegebenen grünlich-goldenen Randdornen fehlen völlig; Randhaare: 28-30, sehr fein, weich, nicht stechend, weiß, 20-30mm lang; Mitteldornen: 5-6, bernsteinfarben, hart, stechend, nadeldünn, gerade, vom Körper abstehend oder etwas seitlich gespreizt; 3 etwas länger, bis 10 mm lang, 2-3 kürzere bis 6 mm lang und dünner. Areolen: rund, 15 mm im Ø, auf den Höckern stehend und mit dichter weißer Areolenwolle bekleidet; Areolenabstand 5 mm. Blütenfarbe: chromgelb Heimat: im Parc National dos Aparados da Serra, auf der Fortalezza dos Aparados, Rio Grande do Sul, Brasilien. Die Pflanze wächst an sehr unzugänglichen, steil abfallenden Felswänden zusammen mit Bromelien, Orchideen und Rechsteinera. Die Felsen werden täglich durch einen stark aufkommenden Nebel befeuchtet!. Sie wächst auf einer Höhe von 1600 m und ist starken Witterungseinflüssen ausgesetzt. In der kalten Jahreszeit kann es hier auf den Höhen bis zu -5°C kalt werden.. Jedoch dauert dieser Kälteschock nur ein paar Stunden, da die Temperaturen bei Tag wieder um einige Grade ansteigt. Wie alle Brasilikakteen brauchen die Pflanzen einen möglichst sonnigen Platz mit viel Luftbewegung. Eine gut durchlässige nicht zu fette Erde, im Winter den Fuß dieser Pflanzen völlig trocken halten und bei 6-8°C überwintern. Bei sonnigem Wetter auch im Winter nebeln! Im Sommer häufig nebeln und reichlich gießen. Das Gießen mit Trockenperioden wechseln. Feldnummer: PR 269

Fotos: N. Gerloff

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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