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Donnerstag, 15 November 2018
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Notocactus werdermannianus var. werdermannianus Herter 1942

benannt nach Dr. Erich Werdermann *1892, bereiste Brasilien, Mexiko und Afrika, Autor verschiedener Kakteenarten

Erstbeschreibung:

Herter (1942): Revista Sudamericana de Botanica 7: 75 - 76.

Literatur:

Gerloff u. a., Notokakteen, Kveten, 1995, S. 95 + 96.
Gebauer, Alfred, Die Sektion Werdermannianae, Notocactus 1988/4, S. 55

Beschreibung:Notocactus werdermannianus

Körper: umgekehrt birnenförmig, im Alter säulig, bis 10 cm breit, blühfähig ab 5 cm Höhe und Breite, bis 30 cm lang. Epidermis gelbgrün,Scheitel tief eingesenkt.Rippen 28 - 40, niedrig mit Kinnhöckern.

Areolen: vertieft, 5 mm von einander entfernt, Mitteldornen 4 im Kreuz, der untere am längsten, um 15 mm lang; hellgelb bis bernsteinfarben; Randdornen ~ 16, seitlich gespreizt, gelblich weiß bis kräftig ockergelb, abstehend, ~ 5 mm lang.

Blüten: ~ 6 cm lang, 7 cm breit; trichterförmig, zumeist mit heller Wolle bekleidet; Petalen lanzettlich, zugespitzt, glänzend, anfangs außen mit grünlichem Ton, außen ein etwas rötlicher Mittelstreifen, gelb; Staubfäden wie Griffel hellgelb, Narben mit 11 Narbenstrahlen überragt die Staubbeutel, hellpurpurn. Fruchtknoten mit grünen Schuppen und gelben Borsten sowie weißer Wolle.

Frucht: beerenartig, eiförmig, hellgrün mit grünen Schuppen, aus denen weiße Wolle sowie gelbe bis hellbraune Borsten herauswachsen. Die vertrocknende, verpulvernde Frucht springt unmittelbar unter dem Blütenrest auf, sie enthält ~ 200 Samen.

Samen: glockenförmig, Testa besetzt mit ovalen, mattglänzenden, schwarzen Höckerchen. Nabel unregelmäßig geformt, hell ockergelb, die Mikropyle zu einem Wärzchen erhoben.

Typstandort: Cerro del Porton bei Tacuarembo und in der Sierra Gauna, Norduruguay. S 189, R 376a, DV 19.

Bemerkung: Am Standort ist N. werdermannianus nur stundenweise der Sonne ausgesetzt. Er wächst in den steilen Flanken des Cerro Porton, seine weiteren Formen in steiniger Umgebung in saurem, etwas lehmigen Boden. Laut Hugo Schlosser ist es eine vielgestaltige Pflanze, das betrifft die Farbe der Dornen, der Knospen und die Rippenzahl.
Die neueste Diskussion und Standortrecherchen führen zu Überlegungen, N. van vlietii als dunkelste Form, N. ferrugineus als rötliche -, N. intermedius n.n. als beigefarbene Form ein und der selben Art anzusehen.

Notocactus werdermannianus var. bruneispinus = Notocactus vanvlietii

 

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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