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Donnerstag, 15 November 2018
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Notocactus agnetae Van Vliet

Notocactus agnetae spec. (seticeps Köhres)Bedeutung des Namens: Benannt nach Frau Agneta Roggen, ihr Mann war van Vliet behilflich

Beschreibung:

Körper: umgekehrt birnenförmig, 10cm Ø und hoch, grün; Scheitel feinhöckerig, eingesenkt, nur spärlich mit Filz bekleidet, umkränzt mit durcheinander wachsenden Dornen der neuen Areolen, solitär ; Wurzeln verzweigend. Rippen bis zu 30, spiralförmig um den Körper, rund, an der Basis 6 mm breit, getrennt durch 6mm tiefe Längsfurchen, aufgeteilt in Höcker (Kinne) unter der Areole.

Areolen: zwischen den Höckern eingesenkt, gedrückt, 5-6 mm breit und nur 2 mm hoch, bis 9 mm auseinander, im Scheitel bis 1 mm, anfangs bekleidet mit weißem Wollfilz, später verkahlend. Mitteldornen: 4, über Kreuz gestellt, gebogen und durcheinander verflochten, bis 26 mm lang, borstenartig, hellbraun ), Spitze und Fuß etwas dunkler, oft schwer von den Randdornen zu unterscheiden. Randdornen: 18-20, im Kranz, gerade bis gebogen und mit den Mitteldornen verflochten, borstenartig, bis 12 mm lang, weiß bis hellbraun mit etwas dunkleren Spitzen, oft ergänzt durch eine Anzahl kleiner Glasdornen.

Knospen: Die Pflanzen bilden zunächst braune rundliche Knospen, die später rautenförmig werden und dann schon die zitronengelben Blütenblätter zeigen. Blüten: trichterförmig, bis 5cm lang und im Ø, rund um den Scheitel, Blütenblätter breit, lanzettlich, etwas zackig und gespitzt, die Außenseite glänzend hellgelb mit hellrosa bis grünem Mittelstreifen, die Innenseite ebenso; Blütenboden (Receptaculum) trichterförmig; Blütenboden-Innenseite am Kelchrand glänzend gelb, bei den unteren Staubfäden bis rosa und am Fuß des Griffels nach hellpurpurrot bis purpurrot verfärbend; vom Kelchrand bis kurz vor den Griffel mit Staubfäden bekleidet, um den Fuß des Griffels einen Raum bildend (Nektarium?); Blütenbodenaußenseite bekleidet mit purpurroten bis grünen Schuppen, hellbraunen bis gelblichen Borsten und hellbrauner Wolle. Staubblätter: verteilt in zwei Kränzen, die unteren (primären) rund um den Griffel bis 10mm lang, rosa, die oberen (sekundären) bis 6mm lang, gelb; Staubbeutel hell orangegelb, typische agnetae-Narbe mit gelbgerandeten ÄstenGriffel bis 2cm lang, 1mm Ø, zuerst purpurrot, im oberen Drittel in hellgelb übergehend.Narben: 8-9, unten rosa, sonst rot mit ringsherum gelbem Rand und mit den äußersten Staubblättern auf gleicher Höhe. Fruchtknoten: oval-rund, 9 mm lang und 6 mm Ø, bekleidet mit grünen Schuppen, vielen steifen, stechenden hellbraunen bis gelblichen Borsten und hellbrauner bis weißer Wolle; Samenanlagen an den Samenträgern nach innen gerichtet. Die Pflanzen sind selbstfertil und öffnen ihre Blüten noch vor dem Höchststand der Sonne.

Früchte: beerenartig, dünnwandig, später vertrocknend, an der Basis horizontal öffnend (aufplatzend), dunkelfarbig, Inhalt ± 100 Samen. Samen: helmförmig, 0,9 mm lang und 0,8 mm Ø; Hilum fast flach, schmutzigweiß, scharf in die Testa übergehend, rund um die Micropyle zu einem Wärzchen (Caruncula) erhebend, ablaufend zu dem schwer wahrnehmbaren Funiculus; Testa bekleidet mit tiefschwarzen glänzenden ovalen Höckerchen, getrennt durch schwarze Furchen.

Heimat: Wächst an steilen Abhängen fast orgelpfeifenförmig im Dept. Lavalleja, Uruguay, Feldnummer DV 8


Literatur:
Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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