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Dienstag, 18 September 2018
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Notocactus rudibuenekeri Abraham 1988

Erstbeschreibung:

Abraham, Wolf - Rainer (1988): Succulenta 67 (6): 133 - 138.

Literatur:

Gebauer, Alfred: Notocactus Erstbeschreibungen 1988, S. 38f
Gerloff & Neduchal: Die Pflanzen um Notocactus scopa, INTERNOTO 3/4, 2003.

Abraham, Wolf-Rainer: Notocactus rudibueneckeri ist selbstfertil, INTERNOTO 2/2015 S. 48f

Beschreibung:Notocactus rudibueneckeri

Hierbei handelt es sich um eine Pflanze aus der Verwandtschaft des Notocactus scopa , deren Hauptmerkmale: gelber Griffel und gelbe Narbe sowie (in der Regel) weiße Dornen sind. Mit eben diesen Merkmalen wird seit den 60er Jahren ein N. scopa var. longispinum n.n. mit unbekanntem Standort verbreitet.

Körper: bis 8 cm dick, 20 cm hoch, säulig, Epidermis dunkel- bis graugrün, stark von den Randdornen verdeckt;
Areolen: rund, bis ins hohe Alter weiß bewollt, Rippen 25-30 (meist 26), gerundet, etwa 5 mm hoch, gerade bis leicht gedreht; Areolen in ~ 1 mm tiefen Einbuchtungen;
Dornen: Randdornen: bis 50, bis zu 35 mm lang; Mitteldornen 4, von den Randdornen kaum zu unterscheiden, im Neutrieb weiß, im Alter schmutzig weiß, am Standort vereinzelt elfenbeinfarben bis hell bräunlich-gelb; alle Dornen biegsam, nicht stechend und verbogen.

Knospen: wie die Röhre weißwollig.
Blüten: 25-30 mm lang, 30-35 mm breit; Fruchtknoten und Receptakulum völlig in weißer Wolle gehült. Die äußeren Blütenblätter grünlich gelb bis zironengelb, gespitzt; innere Blütenblätter lanzettförmig, 22 mm lang bis 5 mm breit, der Rand gewellt, die Spitze ausgerissen; Griffel: 14 mm lang, 1 mm dick, geriffelt, gelb; Narbenlappen: etwa 11, gelb; Staubfäden: bis 2 mm unter den Saum inseriert, die primären 4 mm, die sekundären 6 mm lang. Die primären Staubfäden umschließen eine schwach ausgeprägte Nektarrinne und sind von der sekundären durch eine etwa 1 mm breiten Insertionslücke getrennt. Die sekundären Staubgefäden sind berührungsempfindlich. Filamente und Staubbeutel sind schwefelgelb. Die Blüten sind geruchlos und selbststeril.

Frucht: kleinkugelig, weißlich, in weißen Flaum gehült und von einigen Borsten umgeben. in der Reife 5-6 mm dick und ebenso lang, platzt in der Mitte mit einem horizontalen Riss auf, bis zu 250 Samen.

Samen: helmförmig, 0,7 mm lang, 0,5 mm breit; Testa braun, große mehroder weniger eiförmige Warzen, die zum Hilum hin kleiner werden.

Typstandort: östlich von Sao Gabriel, Rio Grand do Sul. Die Pflanzen wachsen zusammen mit Bromeliaceen in einer Höhe von 300 m ü. N.N. auf nackten, teilweise völlig unzugänglichen Felsen in voller Sonne FS 191, FS 330, WRA 355, sowie Pedra do Segredo, nur 1 - 2 km entfernt von Notocactus scopa HU 1.

Bemerkung: Alte Pflanzen neigen dazu, sich wie in den vertikalen Wänden des Fundorts pfeifenförmig zu verbiegen und dann auch gelegentlich aus der Seite zu sprossen. Deswegen sind die Pflanzen schwer in Töpfen zu bändigen. Die Blüte ist etwas kleiner als bei N. scopa und in allen Teilen zitronengelb gefärbt, die wenig bekleideten Knospen sind hell grünlichgelb, auch alle Grannen sind von heller Farbe.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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