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Sonntag, 23 September 2018
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Notocactus concinnus var. cuervosensis nom. prov.

concinnus_cuervosensisBedeutung des Namens: concinnus (lat.) = zierlich, cuervosensis = nach dem Fundort Quebrada de los Cuervos

Notocactus concinnus var. cuervosensis wurde von Dirk van Vliet bereits Ende der 1960er Jahre unter seiner Feldnummer DV 9/l gesammelt und stand viele Jahre unter dem unkorrekten Namen N. concinnus var. quervosensis in den Sammlungen. Der Fundort Quebrada de los Cuervos ist ein großes Naturschutzgebiet ca. 30 km nördlich der Stadt Treinta Y Tres.

Die Pflanzenkörper sind dunkelgrün und haben etwa 21 Rippen, die Mitteldornen im Neutrieb sehr kräftig schwarzrot, später nach schärzlichgrau verblassend, die Randdornen heller, die Bedornung ist gebogen, überwiegend anliegend.

Die Varietät zeichnet sich aus durch besonders große Blüten (ca. 90mm lang und im Durchmesser).

Sehr nahe verwandt ist der später ebenfalls von van Vliet verbreitete N. concinnus spec. Cerro del Cruz, der mit dem cuervosensis fast identisch ist, jedoch in allen Abmessungen noch geringfügig größer, sowie etwas gelblicher bedornt. Hügel mit dem Namen "Cerro del Cruz" kommen in Uruguay mehrfach vor, gemeint ist in diesem Fall vermutlich der Hügel einige Kilometer ost-nordöstlich der kleinen Stadt (Puntas del) Tarao, nördlich der Quebrada de los Cuervos. Ebenfalls zu der Formengruppe um N. concinnus var. cuervosensis gehören die Pflanzen, die Norbert Gerloff 1997 östlich der Quebrada de los Cuervos an der Ruta 8 gefunden hat (Gf 754).

Standort:

Quebrada de los Cuervos (Dept. Treinta Y Tres, Uruguay) und Umgebung

Feldnummern:

DV 9/l, Gf 754

Literatur:
Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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