Erstbeschreibung:

Ritter, Friedrich (1979): Kakteen in Südamerika, Band 1, Spangenberg: 1990-0200.

Literatur:

Theunissen, Sjef (1981): Noto-nieus - Succulenta 60 (6) : 140 - 142.

Beschreibung:

Körper: einzeln, kugelig, im Alter verlängert, grün, ab 4 cm blühfähig, bis 9 cm breit und 15 cm hoch, Scheitel: flach, durch dicke Wollkappe etwas nach oben gewölbt, Faserwurzeln; Rippen:18-26, stumpf im Querschnitt, halb so tief wie breit, 7-13 mm breit.

Areolen: rund, 2-5 mm im Ø, 3.7 mm von einander entfernt, Blühareolen werden dicker, ihre Wolle bedeckt den ganzen Scheitel.

Dornen: starker Kontrast zwischen nadelförmigen, dunklen Mitteldornen und weißen, feinen Randdornen, Randdornen: 12-24, sehr fein, die oberen fast haarförmig, alle zu den Seiten weisend, anliegend, 20-30 mm lang, Mitteldornen: 1-3, übereinander stehend, weißlich bis dunkel bespitzt oder ganz braun mit schwarzer Spitze, 10-30 mm lang.Foto Henßen

Blüten: erscheinen scheitelnah in mehreren Schüben, schwefelgelb( aufgehellt bis intensiv), glänzend, bis 25 mm lang, 40 mm breit, nur 2-4 Tage offen, im Schlund orange bis rot, Fruchtknoten weißlich, 3 mm breit und etwas mehr hoch, in dünne weiße Wolle gehüllt, ohne Borsten, Staubblätter bis 6 mm lang, oben gelb und unten rötlich, inseriert bis an die Röhrenwand, kürzer als der Fuß der Narbe, Staubbeutel blassgelb, Röhre 11-15 mm lang, eng trichterförmig, oben bis 12 mm breit, bekleidet mit kleinen grünlichen, spitzen und schmalen Schuppen, aus deren Achseln weiße Wolle entspringt, Nektarrinne eng, bis 1,5 mm tief, ein wenig Nektar vorhanden, Blütenblätter schmal lanzettlich, bis 17 mm lang und 2,5 mm breit, teilweise spitz oder rundlich endend, Griffel blassgelb, bis 20 mm lang, Narbenäste 9, braunrot, hellrot bis dunkelrot, teilweise sehr kurz, 1 mm,

Frucht: erscheint 6 Monate nach der Blüte, eine 5 mm dicke und 7 mm lange Beere, schmutzig grau bis rötlich, enthält 25-30 Samen.

Samen: mattschwarz, mützenförmig, 0,8 mm lang und breit, HM-Bereich schief und gewölbt, Testazellen hexagonal, erhaben, relativ glatte Oberfläche, Bandstrukturen in den Furchen zwischen Testazellen deutlich ausgebildet.

Vorkommen: in der Nähe von Moospolstern und Verwitterungssubstrat mit spärlichem Grasbewuchs auf Felsplateaus.
Typstandort: Heutzutage nur noch in kleinen Populationen zu finden um die Minas do Camaqua, Rio Grande do Sul, Brasilien.

W horstiidiese Standortaufnahme stammt aus dem Camaqua-Becken.


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