Grigorij I. Langsdorf (1774-1852) unternahm Forschungsreisen in den Matto Grosso

Erstbeschreibung:

Lehmann, J.G.C. (1826): Cactus (Melocactus) langsdorfii -Semina in Horto Botanico Hamburgensi 1826 collecta: 17.

Literatur:

Gerloff, Norbert (1993): Die Malacocarpen in Rio Grande do Sul - INTERNOTO 14 (1) S. 27 - 39.
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.
Gerloff, Norbert (2006): N. langsdorfii var. leprosorum - INTERNOTO27 (1) S.3 - 13

Beschreibung:Foto urheberrechtlich geschützt

Körper: erst flach kugelig, ab 7 Jahren keulenförmig, einzeln oder sprossend, bis 20 cm hoch und 12 cm Ø; Epidermis blau- bis grasgrün; Scheitel nicht eingesenkt, reichlich bedornt und mit dichter weißer, kurzer  Wolle bedeckt. Rippen 12 bis 24, 5 mm bis 15 mm hoch mit stumpfen Kanten; Flanken gewölbt; Kanten um die Areolen verdickt; auf den Unterseiten der Höcker bis 4 mm tief eingekerbt, Abstand 5 bis 10 mm, 4 bis 8 mm Ø;
Dornen zunächst blass rosa/braun bis dunkelbraun, später vergrauend, spreizend starr; Mitteldornen bis 4, wenig kräftiger als die Randdornen, stechend mit dunkler Spitze, 10 mm bis 25 mm lang im Extremfall bis 43 mm; 6 bis 14 Randdornen, dünn, nadelförmig, zu den Seiten gerichtet, später etwas abstehend oder gebogen, 8mm bis 15 mm lang.
Blüten: scheitelnah, geruchlos, bis 40 mm breit und 35 mm lang, Blütenblätter bis 17 mm lang und 3 mm breit, umgekehrt lanzettförmig, zitronengelb. Fruchtknoten fast keulenförmig, ca. 5 mm lang, mit weißer Wolle bekleidet; Nektarrinne sehr eng, rosa mit wenig Nektar; Röhre schmal trichterförmig, unten um 4 mm breit und 13 mm lang, unten intensiv purpurn, oben 6 mm breit, gelb, außen mit spitzen Schuppen, weißer Wolle und einer roten Borste; Staubfäden oben hellgelb, unten purpurn, 4 mm bis 7 mm lang, bis zum Saum in die Röhrenwand inseriert; Griffel weißlich, bis 16 mm lang, 6 bis 8  kaum gespreizte Narbenlappen, 2 mm lang, rosa bis hellrot. Frucht: tonnenförmig, trocken weißlich, nie rot, 7mm bis 12 mm lang, um 5 mm dick, längs öffnend, in weiße Wolle gehüllt.
Samen: glockenförmig, schwarz, glänzend, fein gehöckert, ca. 1 mm breit und lang. Standort: auf flachen Steinplatten oder neben den Steinen.
Typstandort: Guaiba bis Butia und Mariana Pimentel, ebenalls bei Encruzilhada, Cangucu, Pinheiro Machado RdS Brasilien FR 1273, Gf 2, Gf 99


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