vacariensis = bei dem Ort Vacaria

Literatur:

Schäfer, G.: Ein Brasilicactus aus Vacaria, INTERNOTO 1982/3.

Beschreibung:Foto: N. Gerloff

Körper: meist einzeln, zuweilen aber auch sprossend, hell grasgrün, ca. 8-10 cm hoch und etwas breiter; Scheitel wenig schräg abgeflacht, eingesenkt, von hell grünlichgelben Dornen fast verhüllt; Faserwurzeln, die sich auch in Kultur wenig verzweigen (bis 30 cm); Rippen sehr zahlreich, etwas spiralig gedreht, bei noch nicht erwachsenen Pflanzen mehr als 50, wobei in jeder Wachstumsperiode neue hinzu kommen, diese aufgelöst in kleine Höckerchen, auf denen die Areolen sitzen.
Areolen; sehr klein, rundlich, kaum 1 mm, mit wenig gelblich weißem Wollfilz, der lange erhalten bleibt, sehr dicht aneinander stehend .
Randdornen: sehr zahlreich, feinnadelig, glasig, im Scheitel grünlich gelb, später graugelb verblassend; Mitteldornen: 6-8, etwas länger, bis 15 mm, etwas stärker als die Randdornen, bräunlich gelb.
Blüten: in großer Zahl währen d des ganzen Sommers erscheinend, im Kranz um den Scheitel; Knospen lebhaft grün, etwa 3 cm lang; Blüten trichterförmig, 4-5 Tage und länger geöffnet, ca. 25 mm breit; äußere Blütenblätter grünlichgelb, nach innen in zitronengelb übergehend, die äußeren mit grünem Mittelstreifen, lanzettförmig; Staubfäden: hellgelb, Staubbeutel gelb, Griffel und Narben rahmfarben; Fruchtknoten und Röhre hellgrün, glatt, mit wenigen Areolen und blassgrünlichen Schuppen bekleidet, die 4-6 gelbliche Borsten tragen.
Frucht: etwa 8 mm lang und 6 mm Ø, zunächst grün mit festhaftenden Blütenrest, spärlich bekleidet mit kleinen Areolen und 4-6 gelblichen, steifen ca. 4 mm langen Borsten, bei beginnender Reife rötlich überlaufen, später etwas schrumpfend und weich werdend; Reifezeit der Frucht vom Schließen der Blüte bis zur Samenreife ca. 10 Wochen.Samen: sehr klein, nur 0,8 mm lang und 0,5 mm breit und dick, sackförmig sehr zahlreich, etwa 150 pro Frucht, Testa glänzend schwarz; Testazellen rund,besonders dorsal in deutlichen Längsreihen geordnet; Hilum länglich, zusammengedrückt, an der Funiculusseite abgewinkelt; Mikropylarhügel prominent. Die Pflanze ist selbstfertil.

Heimat: In der Nähe von Vacaria, Rio Grande do Sul, Brasilien. Aus der Beschreibung sind gegenüber dem Typ einige Unterschiede ersichtlich: Rand- und Mitteldornen sind wesentlich heller, in der Scheitelregion währen der Wachstumsphase grünlicher, später bräunlich-gelb; Rippen zahlreicher, etwas spiralig gedreht; Areolen sehr klein, kaum 1 mm, sehr eng stehend; Blüten innen zitronengelb, Staubfäden hellgelb, Griffel und Narben rahmfarben; Blüten sehr zahlreich und in mehreren Serien über den ganzen Sommer erscheinend; Die Pflanze ist selbstfertil. Überwinterung bei ~ 10°C nicht ganz trocken, im Sommer stehen die Pflanzen auf einer stets feuchten Schicht, leichter Schatten und reichlich frische Luft.


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