meonacanthus meint mit schwächeren, dünneren Dornen wie die verwandten Pflanzen

Erstbeschreibung:

Prestlé, Karl-Heinz (1986): INTERNOTO 7 (2): 35 - 39.

Beschreibung:

Körper: einzeln, flachrund, grün bis violettgrün, bis 14 cm im Ø, 30 - 40 mm hoch, Scheitel 0,4 mm vertieft, dort kahldornig, aber abgedeckt mit gelblich weißer Areolwolle. Faserwurzeln.Notocactus meonacanthus

Rippen: 13-14, vertikal verlaufend, flachrund und mit kleinen wulstigen Höckerchen versehen, im unteren Teil 1,2 cm breit, oben sich verengend, dort 6 mm breit und 3 mm hoch. Areolen: 2 mm Ø, oval, zwischen den Höckern eingeengt, im oberen Teil mit dichter Wolle versehen, dann 3 mm breit und 15 mm hoch. Areolenwolle gelblichweiß. Dornen: alle Dornen spinnen- und krallenartig angelegt, dicht am Körper anliegend, weißlich, bernsteinfarben bis braunschwarz?, hartelastisch, nicht stechend, im Alter vergrauend. Randdornen 10, strahlend stehend, dicht am Körper anliegend, 1 cm lang, kräftig, hart elastisch, nicht stechend, bernsteinfarben bis braunschwarz wie die Seitendornen. Im Alter vergrauend.

Knospen: dunkelbraun. Blüte: trichterförmig, weißlichgelb, metallisch glänzend, bis 60 mm Ø und 45 mm hoch. Fruchtknoten hellgrün und deutlich abgesetzt von der übrigen Blüte, 6 mm lang und 4 mm breit, besetzt mit wenig Areolwolle und einigen braunen Borstenhaaren. Receptaculum trichterförmig, 15 mm hoch, im unteren Teil 7 mm im oberen Teil 2 mm breit, innen von gelblich weißem Farbton. Nektarrinne vorhanden. Staubfäden hellgelb, lose verteilt stehend, 12 mm lang, nicht reizbar, 7 mm hoch in der Seitenwand inseriert. Staubbeutel sehr kräftig gelb. Griffel hoch stehend, 20 mm lang, weißlich-gelbgrün. Narbe karminrot mit 9 Narbenlappen, strahlend stehend. Petalen weißlich-gelb und metallisch glänzend, speerförmig, 27 mm lang und 6 mm breit, in Höhe der Blütenröhre abgeknickt, alle Petalen haben an den oberen Rändern einen rötlich lasierenden Schein, an den Spitzen bis rötlich violett gefärbt. Fruchtkammer oval, 5 mm hoch und 3 mm breit.

 

Frucht: länglich, grünviolett, unregelmäßig aufplatzend, dicht mit Areolwolle und harten dunkelbraunen Borstenhaaren besetzt. Die Samen liegen ausgereift lose in der Frucht.

Samen: schwarz, mittelgroß, vom Typ Neonotocactus, Subgruppierung III B, Uebelmanniae. Die Testazellen grenzen an 5 Nachbarzellen, sie werden durch starke Faltungsmuster fast unkenntlich bei starker Vergrößerung.

Vorkommen: Camaqua-Gebiet, Rio Grande do Sul, Brasilien, tuffartiges weißes Gestein westlich von Santana da Boa Vista.

Der Blütenform nach bildet Notocactus meonacanthus einen Übergang zu den "Setacei", wie sie in 80 km Entfernung bei Cangucu vorkommen. Auch die Früchte sind bewollter und erinnern an Concinnusfrüchte.

 


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