crassigibus bedeudet kräftig gehöckert

Erstbeschreibung:

Ritter, Friedrich: Succulenta 49(7) : 108. 1970

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:Standortaufnahme

Körper: flachkugelig, einzeln, dunkelgrün, mit vertieftem, unbedorntem Scheitel, über 15 cm im Ø, 12 cm hoch; Rippen: 10-15, sehr stumpf und mit starken runden Buckeln, an diesen 5-20 mm hoch, je nach alter dazwischen 1/3 bis ½ tief gekerbt, Trennfurchen etwas geschlängelt.

Areolen: in den Kerben, mitten zwischen den Buckeln, zuerst rund, bei alten Pflanzen breiter als lang, weißfilzig, in der Jugend 2 mm Ø, im Alter bis 8 mm, 8-15 mm freie Entfernung, Mitteldornen: meist 1, sehr biegsam, nadelförmig und dicker, meist gebogen oder verbogen, manchmal ineinander verflochten, meist stark abwärts gerichtet, bis 7 cm lang, hellbraun, vergrauend, Randdornen: 7-12, anliegend, bis 3 cm lang, sonst wie Mitteldornen, Knospen braun bewollt.

Blüten: nahe dem Scheitel, bis 10 ! cm lang, bis 16 ! cm im Ø, geruchlos; Petalen: hell schwefelgelb, 5-15 mm breit, etwas lanzettförmig, lang zugespitzt, die äußeren mit etwas purpurbraun; Fruchtknoten : 9 mm lang, 7 mm dick, grün, mit schmalen rötlichen, später vertrocknenden Schuppen, dicht mit weißer Wolle und wenige mm langen rotbraunen Borsten bedeckt; Nektarrinne: mit Nektar, trichterförmig, 1 mm lang, abgedeckt, durch die unteren Staubfäden; Röhre: etwas glockenförmig, 40 mm lang, oben 30 mm breit, innen hell schwefelgelb, außen gelbbraun, mit rotbraunen Schuppen und nach oben bräunlicher Wolle mit braunen Borsten; Staubfäden : hell goldgelb, 1 mm lang, Insertion bis zum Saum, reizbar; Staubbeutel: krokusgelb; Griffel: hellgelb, bis 50 mm lang; Narbe : 11 Narbenlappen, 4 mm lang, dunkelpurpurn;

Frucht: tonnenförmig, fast 3 cm lang, 2 cm breit, grün, unten unregelmäßig aufreißend, dicht in weiße Watte gehüllt, Borsten steif, gerade, halb abstehend, gelb, 5 mm lang.

Samen: etwa 1,3 mm lang und breit, 1 mm dick, schwarz, matt, fast glatt, Hilum weißlich, rund, über der Testa etwas überstehend, Testarand nicht nach außen gebogen, selbstfertil.
Vorkommen: Schatten liebend, auf flachen Sandsteinplatten um Lavras do Sul, Rio Grande do Sul, Brasilien. Foto Henßen


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