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Donnerstag, 18 Oktober 2018
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Notocactus ottonis (Lehmann 1827) Berger ex Backeberg 1959

benannt nach Friedrich Christoph Otto *1738, Gärtner im bot. Garten von Berlin

Erstbeschreibung:

Lehmann (1827): Cactus ottonis - Ind. Semina in horto botanico Hamburgensis, Hamburg: 16.

Literatur:

Gerloff, N. , KuaS 11, 1990 /3
N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper zunächst kugelig, später etwas gestreckt, 5-11cm Ø, Scheitel etwas eingesenkt, Epidermis kräftig grün, grau werdend, glänzend; an der Wurzel, wie am Körper reichlich sprossend, an der Basis allmählich verholzend. Rippen 9 bis 14, gerundet, nicht tief, eher wulstig, schwach höckerig zwischen den Areolen, Furchen scharf.Notocactus ottonis am Standort

Areolen ca. 1 cm entfernt, nur im Scheitelbereich mit weißlichem Filz besetzt, eingesenkt. Randdornen 10-18, nadelig, strahlig ausgebreitet anliegend, fein, ziemlich gerade, gelblich; Mitteldornen bis 4, bis ca. 15 mm lang, etwas kräftiger, rötlich braun mit hellerer Spitze, der oberste sehr kurz (8 mm), die 2 seitlichen horizontal, der unterste sehr lang (26-28 mm) und herabgebogen.

Blüten: 4-6 cm lang und ebenso breit, glänzend schwefel- bis goldgelb, seidig glänzend; Röhre mit kleinen Schuppen, braunen Borsten und grauer oder bräunlicher Wolle besetzt. Perigonblätter zweireihig, schmal, lineal, lang zugespitzt, mit rotem Weichstachel, zitronengelb, die sepaloidischen auf dem Rücken mehr oder weniger rötlich. Staubfäden kürzer als der Griffel, in hohem Grade reizbar. Antheren gelblich. Narben mit 12-14 Lappen, feurigpurpurrot.

Frucht: dunkelrot - grün, kugelig, mit wenigen Borsten und Haaren, ~7 mm Ø.

Typstandort: Allgemein verbreitet in Argentinien, Uruguay, Paraguay und Süd-Brasilien.

Bemerkung: N. ottonis ist eine äußerst variable Art. Varietäten und Formen sind von einer verwirrenden Vielfalt, sehr blühwillig. Sämlinge blühen ab dem dritten Jahr. Als Holotyp wurde Gf 39 gewählt.

Foto Henßen

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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