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Donnerstag, 18 Oktober 2018
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Notocactus muricatus (Otto ex Pfeiffer 1837) Berger ex Backeberg & Knuth 1935

Erstbeschreibung:

Pfeiffer (1837): Enumeratio Diagnostica Cactearum husque cognitarum, Berlin, 49.

Literatur:

Berger, A. & Knuth (1935): Das Kakteenlexikon
Gerloff u.a., Notokakteen, Kveten 1995, S.57.
Schäfer, G. Notocactus muricatus, INTERNOTO 1981/4

Beschreibung:

Körper zunächst kugelförmig, im fortgeschrittenem Alter unregelmäßig säulenförmig und an die 20 cm hoch, 3,5 - 6 cm Ø, bisweilen eingeschnürt, grasgrün, manchmal an den Seiten sprossend, am Scheitel etwas eingedrückt, Faserwurzeln. Rippen 16-18, um 1 cm breit und 0,5 cm tief, stumpf, flach höckerig gekerbt und etwas gedreht. Furchen breit und seicht. Areolen eingesenkt, dicht stehend. Notocactus muricatus

Dornen sehr fein, fast borstenförmig, kaum stechend, ungleich, gelblich oder rotgelb. Randdornen 10-14 (-20), spreizend oder mehr oder weniger angedrückt. Mitteldornen 1-4, bis 1,3 cm lang, abstehend, bernsteinfarben bis weißlich, einer davon, besonders im oberen Teil der Pflanze, kastanienbraun bis rubinrot.
Blüten von Mai bis Juli, nur etwa 3 cm lang und 4,5 cm breit, zu 2-4 erscheinend, vollkommen erblüht tellerförmig ausgebreitet.

Röhre von schmutzig-weißgelber Wolle umgeben. Röhre und Fruchtknoten außen mit hellgrünen, spitzen Schuppen bekleidet, in deren Achseln braune Borsten und weiße Watte. Petalen sehr zahlreich, mehrreihig, lanzettlich, fein gefranst, rein schwefelgelb außen etwas grüngelb. Antheren dunkelstrohgelb. Narbenlappen lineal-lanzettlich purpurrot, in 2 Partien, 5-6 fast fächerartig gestellt, 2-3 kleiner.

Knospen sind weiß bis fuchsrot.

Früchte sind fassförmig, bis 10 mm lang, hellgrün, sie färben sich bei der Reife olivgrün.

Typstandort: Jaguari, Rio Grande do Sul.

Bemerkung G. Schäfer: Notocactus muricatus nimmt im Rahmen der Gruppe um Notocactus ottonis eine Sonderstellung ein. Der von Notocactus ottonis stark abweichende Habitus mit einer für diese Sektion reichen Bedornung, die sehr schmaltrichterförmige Blütenröhre, deren Bekleidung mit mit großen, bleichgrünen Schuppen, die nur unauffällige, weißlichen Wollflöckchen und lange, rotbraune Borsten besitzen, sind für diese Art charakteristisch.
Auch die Form des Samens zeigt, dass N. muricatus "am Rande der Gruppe um Notocactus ottonis" einzuordnen ist und vielleicht eine Übergangsform zu einer anderen Sektion der Untergattung Gymnocephalus darstellt.
In der Kultur macht Notocactus muricatus auf eigener Wurzel einige Schwierigkeiten.

Gattung Acanthocephala ("Brasilicactus")
„Bildet kurzröhrige, kleine Blüten mit bestacheltem Ovarium und Frucht. Sie haben nichts mit Notocactus zu tun.“ (Aus: Backeberg 1938).
Gattung Brasiliparodia
Gattung Eriocephala ("Eriocactus")
"Während Notocactus in meinem Sinne keinen Wollscheitel bildet, roten Griffel und schlaffe, bei der Reife größtenteils hohl werdende und in die Länge wachsende Früchte hat, zeigt Eriocephala eine volle Beere, einen Wollscheitel, große flattrige Blüten und gelben Griffel bzw. Narben". (Aus: Backeberg 1938)
Gattung Wigginsia ("Malacocarpus")
„Als Salm-Dyck das Genus Malacocarpus aufstellte, bezog er darin nur Pflanzen aus der Formengruppe seines Typus ein, d.h. mit fast zentralständigen, kurzen Blüten; Griffel bzw. Narben rot; Röhre stark bewollt; Ovarium beschuppt, wollig und beborstet; Früchte weich und beerenartig; bei der Reife ± aus dem stets vorhandenen, im Alter zunehmenden Wollscheitel hervortretend. Die Pflanzen sind breitrund, kugelig oder in zwei Fällen auch stärker länglich; gewöhnlich wachsen sie einzeln.“ (Aus: Backeberg 1959)

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