erinnert an den Kakteensammler Heinz Ruoff

Erstbeschreibung:

Gerloff, Norbert: INTERNOTO 14 (4) 1993: 115 - 119

Literatur:

N. Gerloff & J. Neduchal: Taxonomische Neubearbeitung, Frankfurt 2004.

Beschreibung:

Körper: bis 60 mm breit und 100 mm hoch, zylindrisch bis keulenförmig, mit Wachstumseinschnürungen, Scheitel nicht eingesenkt, bedeckt mit Dornen. Jährlicher Zuwachs pro Rippe 1 - 2 Areolen. Aus den unteren Körperareolen etwas sprossend, aber besonders zahlreich aus den Wurzeln; Epidermis oben frisch grün, glnzend, zur Basis rötlich verfärbt, wachsartig glänzend; Wurzeln sehr verzweigt, mit vielen Wurzelausläufern. Rippen: 11 - 12, 9 - 11 mm breit und 6 - 7 mm tief, im Querschnitt fast dreieckig bis bogenförmig im Bereich der Areolen, senkrecht laufend;Areolen im Abstand von 5 mm, mit weißer Wolle, bis 2 mm Ø, rasch verkahlend. Notocactus ruoffii

Dornen: 3 (bis 4) Mitteldornen, der untere am kräftigsten und längsten, bis 15 mm lang, rotbraun abstehend, etwas gebogen, die beiden seitlichen 5 - 12 mm lang, abstehend, manchmal oben ein kurzer Mitteldorn vorhanden; Randdornen ca. 8, gespreizt bis leicht abstehend, etwas gebogen, gelblich mit brauner Spitze, 5 - 8 mm lang.

Knospen: erscheinen in Scheitelnähe, Wolle braun, Borsten dunkelbraun, aus der Wolle hervorragend.

Blüten:50 - 55 mm lang, 55 - 62 mm Ø, trichterförmig; Fruchtknoten6 mm lang und breit, fassförmig, außen grün,Samenanlage weiß. Dieser und die Röhre bekleidet mit hellgrünen Schuppen, aus deren Achseln braune Wolle und je 5 dunkelbraune Borsten entspringen; Röhre 16 mm lang, trichterförmig, unten 6 mm und oben 13 mm breit; Staubfäden bis zum Saum der Röhre inseriert, oben 7 mm, unten 12 mm lang, goldgelb, Staubbeutelhellgelb; Griffel gerillt, oben etwas rötlich gefärbt, 1 mm dick und 20 mm lang; Narben aus 10 Narbenästen bestehend, purpurn, 3 mm lang; Blütenblätter bis 29 mm lang und 6 mm breit, lanzenförmig die äußeren, die inneren unregelmäßig gerundet, zitronengelb, glänzend.

Früchte: erst dunkelgrün, dann gelblich braun oder rotbraun verfärbend, bis auf 12 mm verlängert, längs aufreißend, nur wenige Samen enthaltend (selbststeril).
Samen: hutförmig, dunkelrotbraun, 0,9 mm lang und im Hilumbereich 0,8 mm breit, Testazellen wie bei N. ottonis und N. minimus; Hilum cremefarben, etwas schief, oval, HMR-Bereich vorgewölbt. Microphyle auf Warze erkennbar, Umbilicus am basalen Ende nur undeutlich erkennbar als flache Warze.

Typstandort: Osthang mit Sandstein bei Tranqueras, Uruguay HR 88 wächst zusammen mit N. minimus und N. arechavaletae.


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