K. Schumann, der als Erster den Namen Notocactus benutzte, gab in seinem Werk "Gesamtbeschreibung der Kakteen" keinen Hinweis auf die Bedeutung des Namens.

In K. Schumanns Werk "Blühende Kakteen" (ICONOGRAPHIA CACTACEARUM) erschienen 1900-1904, fand sich auf Tafel 23 (Echinocactus tabularis Cels) Lieferung Nr. 6 vom 25.03.1902 folgender Nachtrag:Foto E&D Salengue

" Ich bin natürlich gefragt worden, welche Bedeutung den von mir gewählten Namen für die Untergattung von Echinocactus zukomme. Ich habe leider seinerzeit vergessen, diese Namen zu erklären und will das Versäumte gelegentlich nachholen. Der hier besprochene Echinocactus gehört zu Notocactus. Notos ist eine der griechischen Bezeichnungen für Süd. Eigentlich bezeichnet das Wort den für Griechenland regenreichen Südwestwind und hängt mit notia, die Nässe, zusammen. Ich habe den Ausdruck Notocactus (Südkaktus) gewählt, um anzudeuten, dass alle zu der Gruppe gehörenden Arten den südlichen Teil des allgemeinen Verbreitungsgebietes der Kakteen bewohnen..."

Damit hat K. Schumann selber das Rätsel um die Namensgebung gelöst.


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