Literatur:

Bergner, S. Die Früchte der Notokakteen; INTERNOTO 20 (1-3) 1999

UG-Eriocactus: Foto Henßen

Die Früchte sind kugelig bis elipsoid (bis 2 x 2,5 cm), aus zwei Schichten - einer dünnen so wie sehr harten Schicht und einer dickfleischigen, auch bei Vollreife nicht ganz austrocknender Schicht, stark behaart und borstig, trocknen bei der Reife fast nie aus. Ihr Ansatzpunkt an der Areole ist nicht der tiefste Punkt des Fruchtknotens sondern etwas seitlich davon. Die Frucht öffnet sich von der Ansatzstelle aus mit einem Querriss rings herum, derart, dass sich der Hauptteil der Frucht abhebt und einer kleiner Teil als einer Art Schale an der Areole übrig bleibt. Beim Austrocknen reißt die Frucht in Lappen ein, die sich nach außen umkrempeln. Die Früchte können 300 Korn und mehr beinhalten.

 

 


UG-Notocactus:

Foto Henßensind zunächst stets weichfleischig; später vertrocknen sie.


Paucispini:

Dickwandige, ovale, fleischige Früchte, unregelmäßig vertikal öffnend.



Foto HenßenScopanae:

Die Frucht ist dickwandig, fleischig rot bis rosa, eine kleine fast runde Beere. Sie öffnet sich im unteren Drittel horizontal, auf der Areole einen kleinen schalenartigen Rest hinterlassend.


Foto Henßen

Setacei:

Die Frucht bleibt lange fleischig. Die borstig-stechenden Früchte bleiben lange Zeit elastisch und klebrig, in denen bis zu 140 Samen kleben. Fruchtwand dünner als bei der ottonis-Gruppe. Früchte strecken sich bei der Vollreife ein wenig, öffnen sich an der Basis. 

 

 


UG-Neonotocactus:Foto Henßen

Bei dieser Untergattung verlängern sich die Früchte im Vollreifestadium im unteren Bereich. Beim Abbrechen entsteht eine basale Öffnung. Die Frucht ist ursprünglich grün und entwickelt sich durch die Streckung zu einem schlauchartigem Gebilde. Die Samen, die sich ursprünglich im oberen Fruchtbereich befanden, fallen nach der Reife und Austrocknung der Samenstränge leicht aus. Die längste Frucht findet man bei N. arnostianus .

 


UG-Brasilicactus:Foto Henßen

Die Früchte besitzen kleine, nicht wollig, nur geringe, feine Behaarung, sind mit wenigen steifen Borsten bekleidet. Sie sind ziemlich kleinkugelig, 5-7 mm dick, dünnwandig, lederartig, weichwerdend im vollreifem Zustand, dann dünn und spröde, so dass sie beim Pflücken leicht brichen, später vertrocknend, platzen bei der Reife unten unregelmäßig auf, enthalten ~ 150 Samen.

 

 


UG-Notobrasilia:

Frucht fast kugelig, mit spärlich reduzierter Wolle und feinen stechenden Borsten besetzt. Meist bei der Reife grün, selten rotbraun oder rot, dünnwandig, gewöhnlich auf der Pflanze mit Blütenresten eintrocknend, meistens an der Basis öffnend. Durch Witterungseinflüsse rasch zerfallend.

 


UG-Malacocarpus:

Kräftige rosanen, lange Fruchtbeeren haben N. erinaceus, N. sesiliflorus und N. sellowii. Kleinere meist graue Beeren besitzen N. leucocarpus, N. langsdorfii, N. neoarechavaletae und N. neohorstiii, klein und rosa sind die Beeren von N. calvescens. Die Früchte sind sehr weich bei der Reife und dünnwandig, reif erst nach mehreren Monaten (meistens im Frühjahr nach dem Jahr Foto Henßender Blüte), nicht aufplatzend. Früchte bleiben fast (mind. die Hälfte) in der Scheitelwolle; bei der Reife sind die Samenstränge aufgequollen, bleiben also auch nach der basalen Streckung weichfleischig, weißlich-grün, meistens rosa oder rötlich in der Farbe, mit holzartigem Deckel abgeschlossen. Sie tragen Wollflöckchen, die aber auch fehlen können. Falls die Samen nicht durch Insekten verschleppt werden, vertrocknen die Früchte später in der Scheitelwolle und die Samen werden erst später aus der Scheitelwolle heraus gedrückt. Die Fruchtwand wird bis dahin spröde. Die Früchte haben wesentlich weniger Samen als bei allen verwandten Untergattungen.

 

 


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